Kanne Aktuelles

Kanne Group baut Hotel und Grillhaus

Quelle: NOZ

Heede. Die Lagerhalle ist fast fertig, auf die Hotelbaustelle fließt der Estrich, Grillhaus und neue Rösterei sind in Planung. Die Unternehmensgruppe Kanne baut ihren Standort beim Restaurant „Kannelloni“ im Green Energy Park an der A 31 in Heede kräftig aus.

Auf zehn Millionen Euro bezifferte Unternehmenschef Hermann Kanne das aktuelle Investitionsvolumen allein für die nächsten Projekte am Stammsitz am Donnerstag bei einem Besuch des dänischen Botschafters in Deutschland, Friis Arne Petersen. Der Hotelbau sieht Kanne zufolge eine Kapazität von 72 Betten vor. Im oberen Teil des Gebäudes, das an das Restaurant angedockt wird, sollen Büros für die Kanne-Architekten entstehen. Die Unternehmensgruppe hat sich vor allem in der Krankenhaus-Gastronomie einen Namen gemacht, beackert inzwischen aber auch international weitere Geschäftsfelder im großen Stil.

Teil einer Hotelkette

Wie Kanne weiter erläuterte, wird das Hotel Teil einer geplanten Kette, die unter dem Namen „Fasson“ firmieren wird und bundesweit aufgezogen werden soll. In diesem Zusammenhang berichtete der Unternehmer von einer Kooperation mit einer Hotelfachschule im niederländischen Den Haag, die für einen Teil ihrer Ausbildung nach Heede kommen und dort auch wohnen sollen.

Auf der anderen Seite des Restaurantgebäudes ist der Anbau eines Grillhauses sowie der Neubau der unternehmenseigenen Rösterei geplant. Hotel, Grillhaus und Rösterei sollen Kanne zufolge bis November 2019 fertiggestellt sein. Deutlich enger getaktet ist der Zeitplan für die Logistikhalle. Das Gebäude mit Hochregallager soll in vier Wochen nutzbar sein. Wie Kanne, aus dem während des Botschafterbesuchs weitere Ideen regelrecht heraussprudelten, andeutete, sind an dem Standort weitere Projekte in Planung, aber noch nicht spruchreif.

Erfahrungen in Washington und Peking

Der Botschafter des Königreichs Dänemarks, studierter Volkswirt, seit drei Jahren in Berlin und mit diplomatischen Erfahrungen in Washington und Peking, war auf Einladung der hiesigen CDU-Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann ins Emsland gekommen. Sie wolle aus erster Hand, was eine Region erfolgreich mache. Das Unternehmen Kanne sei dafür ein hervorragendes Beispiel. „Denn der Erfolg einer Region steht und fällt damit, ob sich Wirtschaft ansiedeln kann“, sagte Connemann. Politik und Verwaltung müssten in diesem Zusammenhang nach dem Motto „Ermöglichen statt verhindern handeln“.

Der Dörpener Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken (CDU) hob in diesem Moment die Bedeutung des Modells der Samtgemeinde (SG) hervor. Maxime für die SG Dörpen und ihre neun Mitgliedsgemeinden sei und bleibe, dass sich jede einzelne in Sachen Wohnbau und Gewerbeansiedlung entwickeln können müsse. „Bei uns wird kein Ortsteil abgehängt. Da nehmen wir im Emsland eine herausragende Rolle ein“, betonte Wocken.

Hohe Identifikation und Standorttreue

Erster Kreisrat Martin Gerenkamp betonte, dass es im Emsland mehr als 15.000 Betriebe gebe, davon seien mehr als 90 Prozent klein- und mittelständisch strukturiert und häufig familiengeführt. Die hohe Identifikation und Standorttreue mache den Erfolg aus. „Wenn wir die Menschen in den Dörfern halten wollen, müssen wir Arbeitsplätze vor Ort haben“, betonte Gerenkamp.

Petersen zeigte sich nach eigenem Bekunden „wirklich beeindruckt“, welche Entwicklungen mit betriebsfreundlicher Politik möglich seien. Nicht zuletzt angesichts der politischen Entwicklungen in den USA sowie dem bevorstehenden Asutritt Großbritanniens aus der Europäischen Union sei es für ein kleines Land wie Dänemark überdies grundsätzlich wichtig, mit Deutschland einen starken Partner an seiner Seite zu wissen.

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